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Zuerst begann ich naiv aber glücklich mit dem Schreiben der Lieder, dann kam aber schon bald die Frage nach der Besetzung der musikalischen Leitung, die Suche nach Musikproduzenten, Arrangeuren, Tonstudios, Studio-Musikern, Live-Musikern, Tontechnikern, Instrumentenbauern, das Casting und die Workshops mit den Darstellern etc. In einem Land mit (damals noch) absolut unterentwickeltem Musicalbusiness verschlang das alles unmengen an Zeit. Help! Ich wollte doch eigentlich nichts anderes tun als Musik schreiben! Aaargh!
Zum Glück stand mir im Kampf mit dem Unterwassermonster Deep der Jacques Cousteau des dramatischen Faches zur Seite: Charles Lewinsky. Ohne seiner freundschaftlichen Unterstützung und seiner ansteckenden Entdeckerfreude wäre ich wohl in den Wellen des Musicalgeschäfts untergegangen. Von ihm hab ich unglaublich viel gelernt. Seither kann ich sogar unter Wasser atmen. Jawohl!
Grossen Dank gebührt auch:
Matthias Stötzel (für die denkbar beste musikalische Leitung)
Christoph Stiefel (für Weitsicht und Arrangements)
Matthias Davids (für die Ruhe im Sturm)
www.lewinsky.ch
www.matthias-davids.de
www.matthiasstötzel.de
de.wikipedia.org/wiki/Jacques-Yves_Cousteau
Neue Zürcher Zeitung, 16.3.02
Markus Schönholzers Klänge schrauben sich hoch in andere Dimensionen, verwandeln den Schmalz zum Rock, zum Geraune, zum ironischen Humbahumba. Er spielt mit dem Genre, zitiert und demontiert, lässt die Fische zuweilen ganz brav anheben - um sie dann auf eine ganz andere Welle zu führen, vom Vierviertel- zum Dreivierteltakt, vom Schlagerchen zum listigen Drum'n'Bass. Derlei verlangt nach ungewöhnlichen Sängerinnen und Sängern, die die Abgründe nicht scheuen - und da wagen sich denn die armen Hässlichen unter den Paradiesfischen, Krake und Krebs von Sylvia Moss und Sergio Vaglio, weiter vor.
musicals April 02 Angela Reinhardt
Mit ironischen Anspielungen greifen Regie und Musical Staging immer wieder bekannte Pop- und Musicalklischees auf und übertragen sie ins Glitschige und Schuppige. Matthias Davids' inspirierte Inszenierung verteilt generös Extra-Sahnehäubchen, die das Unterwasser-Menü so locker-leicht machen. (...) Markus Schönholzer schafft eine ganz eigene Klangwelt für 'Deep', in der die schwebenden, magischen Klänge des Schlagwerks dominieren. Sämtliche Lieder entwickeln sich organisch aus der Handlung.
Tages-Anzeiger Zürich, 16.3.02, Philippe Amrein
Verblüffend ist bei "Deep" die Professionalität, mit der der Stoff umgesetzt wird. Der Plot von Charles Lewinsky ist sauber konstuiert, die Musik von Markus Schönholzer ansprechend und vielschichtig , die Inszenierung durch Matthias Davids überaus erfrischend, die Kostüme Chrigel Farners sind fantastisch. Mitunter fügen sich Choreografie, Darsteller und Bühnenbild zu starken szenischen Momenten. (...) Das Unterwassermusical ist gut gemacht und schlägt die bisherigen CH-Musicals um Welten. "Deep" ist ein submarines Schwergewicht der leichten Unterhaltung.