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Zwei Jahre nach der Auflösung der Acapickels konnten Fritz Bisenz und Jasmin Clamor nicht mehr ruhn. Es trieb sie wieder auf die Bühne. Und da schlicht und einfach gerne mit diesen mutigen Frauen arbeite, habe ich versucht, ihre wilden musikalischen Bühnenträume wahr werden zu lassen...
Diese beiden Weiber sind ja bekanntlich keine Kinder der Bescheidenheit. Und deshalb waren ihre Träume auch von uneidgenössischer Unbescheidenheit: Sie hatten sich für ihr neues Programm vorgenommen, sich in eineiige Zwillingsschwestern zu verwandeln und mit einer 12-köpfigen Bigband und unendlich vielen karierten Kostümen auf Tournee durch die grossen Sääle der Schweiz zu gehen. Und das haben sie dann auch getan.
Im Schattenwind der Gesslerzwillinge konnte ich zusammen mit Martin Schumacher mit einer handverlesenen Auswahl hochkarätiger Musiker arbeiten. Diese geduldigen Jungs kannten keinen Schmerz und liessen sich auf Ukulele-Choreografien und musikalische Bühnenschlachten ein, ohne mit der Wimper zu zucken. Es war eine Freude.
Leider war diese monströse Unterhaltungskiste für die Schweizer Szene einfach eine Nummer zu gross (sprich: zu teuer). Und die Kasse war bald — trotz 16 sehr gut verkauften Aufführungen — total leer. Die Bigband musste wieder nach Hause, die Kostüme auf den Estrich. Scheisse.
Mit einem weinenden und einem lächelnden Auge wird aber momentan an einer abgespeckten Bühnenfassung der Gesslerzwillinge gefeilt und geprobt. Und ihr könnt mir glauben: Man wird schon bald wieder von den Gesslerzwillingen hören!